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NEIN. N-och. E-in. I-mpuls. N-ötig?


Stimmt das?

Wie viele Impulse setzen ist gesund? Wann ist dran bleiben gefragt, wann loslassen?

Kürzlich habe ich dieses Statement gehört. Und ich erkenne mich darin selbst. Ich mache gerne meine Hausaufgaben, gebe nicht sehr schnell auf, verfolge meine gesteckten Ziele, und gehe ins "Learning", auch ausserhalb meines Kompetenzbereichs. Weil lernen bildet, und man sich dadurch weiter entwickelt. Mir ist es wichtig, für ein Ziel einzustehen und die Extra Meile zu gehen. Ich sehe andererseits mein Umfeld und beobachte Menschen, die "persistant" sind, wenn es darum geht, deren Bedürfnisse zu befriedigen. Notfalls auch auf Kosten der Gefühle anderer. Jeder hat Wünsche, Ziele und Bedürfnisse. Irgend etwas, das erfüllt werden soll. Sei es schneller Konsum. Anerkennung. Arbeit erledigt haben. Respekt erhalten. Ziele erreichen. Je skrupelloser das Gewissen, desto härter die Bandagen , mit denen gekämpft wird. Ein NEIN wird nicht ohne weiteres akzeptiert. NEIN bedeutet lediglich N-och E-in I-mpuls N-ötig. Dabei habe ich auch die Beobachtung gemacht, dass man aufpassen sollte, was man sich wünscht, denn es könnte sein, das man das Ziel erreicht. Was, wenn das Ziel, wenn man es erreicht hat, ganz anders aussieht, als man es sich vorgestellt hat? Ich habe Menschen getroffen, die endlich nach jahrelangem "ackern", ihr Ziel erreicht haben, und dann darin unglücklich geworden sind, weil das Ziel nicht so war, wie sie es sich ausgemalt hatten. Dann sind sie zwar da, wo sie hin wollten, fühlen jedoch nichts als Leere. Und weil das Ziel so schwer zu erreichen war, und sie sich diese Leere nicht eingestehen können, muss sie gefüllt werden mit Rechtfertigungen, Machtansprüchen oder Status Symbolen.

Dem gegenüber steht - meines Erachtens - der ZEN-Buddhismus oder das Konzept der Resonanz. (Resonanz: "Ein schwingendes System, in dem beide Seiten sich wechselseitig anregen." Quelle: Wikipedia). Wo keine Resonanz, also kein Flow und keine Freiwilligkeit entsteht, ist jedes eigene Wirken zwecklos. Im Gesetz der Resonanz wird "NEIN. N-och E-in I-mpuls N-ötig in die falsche Richtung führen." Sich in eine Resonanz zu begeben bedeutet, eine adäquate Antwort auf einen Impuls zu geben. (Adäquat: einer Sache ihrer Bedeutung und Wichtigkeit entsprechend beantworten). Resonanz verfolgt nicht einen so direkten Zweck wie die Zielgerichtetheit. Resonanz begründet auf Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und passender Reaktion. Was immer ich aussende, eine positive bejahende Resonanz kann ich nicht erzwingen. Die Resonanz wird mir geschenkt. Beeinflussen lässt sie sich nur minimal. Wenn wir über Resonanz reden, kommen wir via ZEN-Buddhismus irgendwann zum "Tun-im-Nicht-tun (Wu-Wei)". Im Wu-Wei beachte ich das Gesetz der Resonanz und versuche nicht, Grenzen zu überschreiten. Wu-Wei kommt aus der daoistischen Lehre und bedeutet: "nicht wider die Natur gerichtetes Handeln". Soweit so gut. Aber wie unterscheide ich, zwischen Impuls und für ein Ziel einstehen und zurückstehen und "die Natur/das Umfeld" machen lassen? Das ist gar nicht so einfach und bedarf permanenter Überprüfung und Selbstreflektion. Was kann ich tun, damit es im Ziel so sein wird, wie ich es haben möchte? Wie gehe ich damit um, wenn es nicht so sein wird, wie ich es mir vorgestellt habe? Wo zwinge ich mein Umfeld zu meiner Zielerreichung und wo "fliesst" es einfach? Wenn der Weg einfach und leicht ist und mit wenig Unsicherheiten verbunden, bin ich dann in der Resonanz? Ja, denn dort, wo es sich gut anfühlt, leicht und einfach ist, schwingen wir in einem Resonanzfeld. Was wir erzwingen müssen, ist es nicht. Zeit - darüber nachzudenken, wo wir in Resonanz sind.




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